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Der Wohnpreis steigt immer mehr!

Wie Normalverdiener aus den Städten gedrängt werden. Und welche Probleme sich daraus ergeben.

Wie Normalverdiener aus den Städten gedrängt werden. Und welche Probleme sich daraus ergeben.

Es gibt ein mittlerweile grundlegendes Problem in deutschen (Groß)Städten. Grundstücke für Immobilien werden an die meistens an den Höchstbietenden verkauft, was zur Folge hat, dass in den vergangenen Jahren die meisten Neubauten eher im Luxusbereich anzusiedeln waren.

Die Folge dieser Entwicklung ist, dass die Mittelschicht immer mehr aus den Ballungsräumen gedrängt wird. Am Beispiel München wird deutlich, wie sich die Mietpreise vom Zentrum hin zu den äußeren Gebieten entwickeln. Im Zentrum der Stadt ist es für die Mittelschicht kaum möglich erschwinglichen Wohnraum zu erlangen. Sobald man in die umliegenden Dörfer und Städte fährt, sind die Preise noch einigermaßen bezahlbar. Allerdings bedeutet am Beispiel München, dass man ungefähr eine Stunde Fahrtzeit von der Innenstadt entfernt leben muss. Ein Zustand, der den Weg zur Arbeit um ein vielfaches erschwert.

„Sobald man in die umliegenden Dörfer und Städte fährt, sind die Wohnpreise noch einigermaßen bezahlbar.“

Doch diese Entwicklung hat nicht nur einen Wegzug der Mittelschicht zur Folge. Die Städte fallen ebenfalls in einen steuerlichen Teufelskreis. Deutsche Großstädte verlieren überdurchschnittliche Verdiener im Alter von 30-50 Jahren. Diese Verdiener zahlen einen wichtigen Einkommenssteuerbetrag für die Städte. Die Bevölkerungsschicht wächst vor allem im Bereich der 18-29-jährigen. Dies sind Studenten und Berufseinsteiger die aufgrund Ihres nicht vorhandenen oder geringen Gehalts kaum oder sogar keine Einkommenssteuer zahlen. Geld, welches den Städten im Endeffekt fehlt.

Das grundlegende Problem hinter dieser Entwicklung wurde bereits in der Einleitung beschrieben. Die Struktur der Städte entspricht nicht dem, was der Markt braucht. Dadurch, dass die meisten neu geschaffenen Wohnungen im Luxusbereich anzusiedeln sind, wurden im Umkehrschluss kaum Wohnungen im Unteren- oder Mittelschichtbereich geschaffen.

Und es gibt noch ein weiteres Problem, welches der Bund und die Länder selbst geschaffen haben. Wenn ein Hausbesitzer ein Haus erbt muss er folglich Erbschafts- und Schenkungssteuer zahlen. Diese richtet sich nach dem Bodenrichtwert des Grundstücks, sowie dem Mietspiegel. Selbst wenn der Hausbesitzer die Wohnungen unter Mietspiegel vermieten wollen würde ist es meist nicht möglich, da die steuerliche Belastung zu hoch ist.

Es bleibt spannend zu sehen, wie Bund und Länder das Problem in den Griff bekommen wollen. Vielleicht sind die Ideen von Discountern ein guter Ansatz?